Eine Lösung für alle Probleme – und du hast sie schon?

Stell dir vor, du hast ein Problem und alle Fähigkeiten, es zu lösen, stehen in deinem Körper zur Verfügung. Dein Körper arbeitet mit dir an diesem konkreten Problem – wäre das nicht genial? Du hast ein Problem, welcher Art auch immer, und dein Körper steht dir als Partner zur Seite, mit all deinen bisher gemachten Erfahrungen und allem Wissen und all seinen Fähigkeiten.

Diese Fähigkeiten sind unter anderem:

  • Die faszinierende körperliche Intelligenz und Reaktionsfähigkeit
  • Die körperliche Eigenschaft des Einverleibens, des in Verbindung-Seins
  • Die körperliche Fähigkeit, Situationen auf allen Ebenen wahrzunehmen
  • Das wissende, unbehagliche Gefühl im Bauch
  • Die Fähigkeit, zu ahnen und daraus stimmige Entscheidungen zu treffen
  • Die Worte, die wir genau wissen, aber nur auf der Zunge liegend spüren
  • Die unvollständigen Situationen, die unser Körper (bedrückend) mit sich trägt
  • Sprache, die von einem körperlich fühlbaren Irgendwoher entsteht
  • Zugang zur Wirklichkeit, die weiter und tiefer ist als unser sprachliches Fassungsvermögen und über unsere bewusste Realität hinausgeht
  • Kraft und auch Wutenergie, die zur Abgrenzung oder Kontaktaufnahme taugt

Ist es nicht erstaunlich, angesichts dieser menschlich-körperlichen Fähigkeiten, dass die meisten von uns diesen Weg des Sich-Einlassens in die körperliche Dimension gar nicht kennen oder vielleicht sogar fürchten?

Vielleicht widerstrebt es uns, etwas zu unternehmen, das über Verstandeslogik und bewusste Kontrolle hinausgeht. Vielleicht erinnert uns der Körper auch in unheimlicher Weise daran, dass wir wie die Welt sind, – innerlich verletzlich und äusserlich verletzbar-, dass wir Natur sind.

Vielleicht ist es auch Angst, was geschehen könnte, wenn wir ruhig und achtsam werden und was unser Körper uns darüber erzählt, wie es uns gerade geht.

Und doch kennt jeder diese Sprache des Körpers, die sich trainieren und verfeinern lässt. Wir sind so stark an diese Phänomene gewöhnt, dass wir sie nicht bemerken, wie erstaunlich und unerklärlich sie sind. Auch die Wissenschaft ist noch nicht so weit, sie zu erklären. Gerade auch, weil diese Phänomene so oft kaum in Worte zu fassen sind.

Darum einige Beispiele, um dieses Phänomen deutlicher zu machen:

Du läufst aus dem Haus auf den Bus. Auf dem Weg durchfährt es dich plötzlich wie ein Blitz. Du bleibst stehen. Irgendwas hast du vergessen. Du denkst nach, grübelst. Du weisst, du hast etwas vergessen, nur was?? Das Herz klopft schneller, du bist hellwach, in einem ganz anderen Zustand noch, als vor ein paar Sekunden. Diese kleine Begebenheit ist eine typische Körper-Äusserung. Du wirst mit einem unbestimmten, unbehaglichen Gefühl im Bauch darauf aufmerksam gemacht, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht findest du die Antwort nicht gleich, vielleicht fällt dir auch ein: „Scheisse, Gesichtsmaske vergessen!“ (So wie ich letzte Woche…)

Ein weiteres Beispiel: Du triffst einen Bekannten auf der Strasse und zagg, der Name ist weg. Du weisst „alles“ über diese Person, woher du sie kennst, zu welcher Familie sie gehört, wo sie wohnt. Nur der Name…? Du zählst innerlich jegliche männlichen Vornamen auf und spürst genau, dass jeder Name, der dir in den Sinn kommt, nicht zu dem passt, was dir auf der Zunge liegt. Und plötzlich kommt das erleichterte Aufatmen: „Das ist Bruno!“

Oder du kommst zu einem Tisch im Restaurant mit dir zwei bekannten Menschen und merkst schon bevor du am Tisch stehst und irgendetwas gehört hast: „ Ich störe hier.“. Das geht so blitzschnell, wie es der Verstand nie hätte wahrnehmen können und entspricht ziemlich sicher sogar der Realität. Wie konntest du das erkennen? Dein Bezug wird ein ganz bestimmtes körperliches Empfinden sein, eine Art Stimmigkeitserfahrung.

Der Körper kann es und er kann noch viel mehr.

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