Trockenbürsten – Körperkontakt aufnehmen

Mein Geheimtipp. Vor ungefähr zwei Jahren habe ich das Trockenbürsten entdeckt. Das kennt wahrscheinlich jeder, die alten (etwas hässlichen) Bürsten in Grossmutters Bad. Hätte ich doch nicht gedacht, dass die einen solchen Effekt haben.

Ihr kennt das Bild von einem tosenden Bach, vielleicht die Maggia im Kanton Tessin, klar, kalt, blau. Jedenfalls dort, wo es fliesst. Bleibt das Wasser liegen, setzen sich rasch Algen ab und das Wasser wird trüb. So verhält es sich mit unserem Körper, er mag es, wenn er in Bewegung gehalten wird, auch bis in die letzte Zelle. Und sowieso mag er es besonders, wenn wir Kontakt mit ihm aufnehmen, über das grösste Organ, die Haut. Genau das kann eins mit der Bürste bewirken.

Was bringt mir das?

  • Winterhaut ist oft trocken und schuppig, die dicke Kleidung erschwert die Hautatmung. Das Hautbürsten sorgt für eine gute Durchblutung und ein frisches Hautbild, da es die Haut peelt.
  • Täglich angewendet ist es der Cellulite-Killer schlechthin.
  • Hautbürsten ist ein regelrechter Booster, gerade für diejenigen, die morgens nicht in die Gänge kommen. Es reguliert den Blutdruck und aktiviert Glückshormone.
  • Das Hautbürsten gerade am Körperstamm, also Bauch und Rücken unterstützt die Organfunktionen und beeinflusst den Stoffwechsel positiv.
  • Das Hautbürsten herzwärts regt das Lymphsystem an. Dies gehört zum Immunsystem und ist für die Ausleitung von Abfallstoffen zuständig. Auch reduzieren sich so Wasseransammlungen im Gewebe.
  • Ausserdem sowieso: wer berührt sich täglich bewusst selbst? Eben.

Gerade deshalb eignet sich Trockenbürsten sehr gut für die kalten, schnupfenanfälligen Herbst – und Wintermonate, zur Stärkung des Immunsystems.

Welche Bürsten sind für Trockenbürsten am besten?

Grösse und Material spielen die wichtigste Rolle bei der Wahl der richtigen Bürste. Die Borsten sollen aus Naturfasern sein, Sisal z.B. als vegane Variante zu den Schweineborsten. Viele Bürsten haben einen abnehmbaren Griff, womit eins auch den Rücken gut erreicht. Sind dir Naturborsten zu hart, kannst du auch ein altes Frotteetuch verwenden, welches ohne Weichspüler gewaschen wurde.

Wie funktioniert eine Trockenbürstenmassage?

Täglich morgens vor der Dusche oder bei der Morgenpflege ist der ideale Zeitpunkt für einige Minuten Haut bürsten, da die Massage anregend wirkt. Die Dauer wählst du alleine, was dir angenehm ist.

Den optimalen Effekt erzielt frau, wenn sie auf die richtige Technik achtet. Die Massage erfolgt immer von unten nach oben, also herzwärts und von aussen nach innen. Beginnend bei den Füssen, also den Fusssohlen, wers verträgt. Mit langen Streich- und Kreisbewegungen über die Beine hoch zu den Oberschenkeln, als Frau vor allem die Aussenseite und das Gesäss, da diese Stellen oft kalt sind. Dann folgt das zweite Bein.

Im Anschluss sind die Arme dran, beginnend bei den Händen, über die Aussenseite nach oben zur Schulter, danach folgt die Innenseite und dasselbe mit dem zweiten Arm.

Zum Schluss folgen Bauch, Brust und Rücken, ebenfalls kreisförmig massiert. Danach normal duschen und wenn du es verträgst, die Dusche mit einem kalten Guss abschliessen, ebenfalls von unten nach oben oder auch nur die Unterschenkel.

Die Haut darf im Anschluss gerötet sein und auch etwas kribbeln.

Zwei- bis dreimal pro Woche kannst du auch das Gesicht mit einer speziellen Gesichtsbürste massieren, was die Durchblutung und Regeneration anregt.

Vorsicht geboten mit Trockenbürsten ist bei Hautirritationen, Krampfadern und empfindlicher, gereizter Haut.

Mach nur, was dir angenehm ist und keine Schmerzen verursacht.

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