Körperflüstern für Beginner

Was ist das? Wovon geht es aus?

Stelle dir vor, alles ist schon in dir. Dein Körper weiss alles über dich und kann dir das auch auf seine Weise sagen. Was woher kommt und vor allem, was du brauchst, was dein nächster Schritt ist, um ein für dich erfülltes Leben zu leben.

Coming Home – In deinen Körper.

Und nein, diese Signale sind nicht solche, die du von Beginn weg sofort verstehst.

Es gibt auch keine Anleitung oder einen Dictionnaire, den du anwenden kannst, um deine Körpersignale zu verstehen.

Du darfst tief in dich eintauchen.

Und die Antworten, die da kommen, kommen nicht auf die gewohnte Weise. Du wirst offen dafür sein dürfen, auf welche Weise die Antworten kommen. Dass du sie zu Beginn nicht verstehst. Lernen zu vertrauen, dass dein Körper immer das Beste für dich will und du dich hingeben darfst.

Dass dein Kopf zwar noch eine Rolle spielt, aber nicht mehr immer die Führung übernehmen soll.

Du ihn liebevoll daran erinnern darfst, wo sein Platz ist. Gleichwertig, neben deinem Körper, deinen Emotionen, deiner Seele, all den Anteilen, die da auftauchen, in dir und um dich.

Dein Körper spricht permanent mit dir. In jeder Situation, in jeder Sekunde. Er ist in der Lage, Situationen, Beziehungen, Fragen und Entscheidungen ganzheitlich zu betrachten, einzuschätzen und zu beantworten. Er kann auf verschiedenen Ebenen Reize wahrnehmen, sie mit deinen Erfahrungen und deinen seelischen, geistigen und körperlichen Bedürfnissen abzugleichen, nimmt andere Personen wahr, weiss woher die Gedanken kommen, ob sie mit dir zu tun haben oder ob das Aussen spricht. Und sendet dir dann ein körperliches Gefühl dazu.

Dieses Gefühl ist oft sehr leise und könnte glatt überhört oder „überfühlt“ werden.

„Weshalb ist das denn so leise, das ist ja sehr unpraktisch, wenn das so ein guter Kompass sein soll?“ kommt oft als Frage!

Nein, das ist nicht unpraktisch, das ist ausgeklügelt. Unser Körper ist darauf ausgelegt, uns möglichst leise zu begleiten, möglichst wenig Störgeräusche zu machen, damit wir unseren Alltag „ungestört“ leben können. Unser Körper weiss, dass das weniger Energie braucht und uns weniger ablenkt. Er soll dazu beitragen, dass alles möglichst reibungslos und ohne Unterbruch funktioniert.

Dafür tut er alles.

Je weniger seine Meinung gefragt ist, desto leiser spricht er. Zu Beginn. Oder für uns. Weil wir die Sprache nicht kennen.

Denn er kann schon laut. Und das tut er auch. Und doch verstehen das viele von uns nicht. Und wenn viele Jahre vergangen sind und er schon laut schreit, ist es oft eine grosse Herausforderung, die Ursache dieses Schreiens zu finden.

Denn er vertraut inzwischen nicht mehr, dass du auf ihn hörst.

Er hat schon so viele Hilferufe gesendet, dass er manchmal Hilfe braucht, sie einzuordnen und wieder leiser zu rufen. Er hat sich auch daran gewöhnt, schreien zu müssen. Das ist dann wie ein kleines Kind, dessen Vertrauen wir zurückgewinnen dürfen. Und wie wir das schaffen, das entscheidet nur unser Körper allein. Er lässt sich dann nicht damit beruhigen, wenn du eine Stunde Yoga gemacht hast und du mit verschränkten Armen vor ihm stehst und sagst: „Also, ich hab jetzt was für dich getan, jetzt kannst du da mit deinen Beschwerden gefälligst aufhören.“

Das ist in vielen Fällen ein länger dauernder Tanz, liebevoll, geduldig, fragend, anbietend, vorsichtig.

Du kannst Vorschläge machen, ob er sie annimmt, entscheidet allein dein Körper. Manchmal bist du ihm vielleicht zu forsch, zu fordernd. Dann zieht er sich zurück, ist schüchtern. Oder er glaubt noch nicht, dass du es ernst meinst und fordert dich heraus, zu beweisen, dass du ihn wieder überhörst.

Wie kann sich denn die laute Sprache des Körpers zeigen?

Mit Beschwerden, die dich daran hindern, deinen Alltag nach deinen Wünschen und Vorstellungen zu leben. Das können Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, chronische Schmerzen jeglicher Art, Hautausschläge, Allergien, Bluthochdruck, Juckreiz, Verspannung, Menstruationsbeschwerden, chronische Müdigkeit und Erschöpfung, Depression, Essstörungen, Blockaden, überwältigende/übermannende Gefühle und Emotionen. Da wird es noch vieles mehr geben, dass ich hier aufzählen könnte.

Oft unterdrücken oder beseitigen wir diese Beschwerden mit Schmerzmittel, Medikamenten, Operationen oder anderen Ablenkungsmanövern.

Ich will damit nicht sagen, dass das immer falsch ist. Manchmal wissen wir uns nicht anders zu helfen. Und dann kann das der richtige Weg sein. Mit dem Bewusstsein, dass unser Körper nach einer Veränderung verlangt, damit er wieder gesund und leise seinen Dienst tun kann. Wie er das tun würde. Er ist darauf ausgelegt, gesund und leise zu sein, zu funktionieren, zu heilen. Aber er braucht unser Zusammenarbeit, unser Wohlwollen, unsere Fürsorge und manchmal auch unseren bewussten Entscheid, nun etwas grundlegend anders zu machen im Leben.

Und da kommt dann auch meist die Frage nach der Schuld.

„Ja, wenn mein Körper darauf ausgelegt ist, zu heilen, gesund zu sein, immer nach Balance strebt. Dann ist es ja meine Schuld, wenn er nicht gesund ist, weil ich ihn daran gehindert habe, gesund zu sein?“ Wir sind konditioniert, die Schuldfrage zu stellen. Doch hier geht es nicht um Schuld. Es geht einfach darum, zuzuhören und entsprechend zu reagieren. Und wenn ich krank werde, bin ich nicht schuld daran, sondern es ist eine Aufforderung an mich, mich um mich und in mir umzuschauen, was es braucht, wieder ganzheitlich ins Gleichgewicht zu kommen. Und das kann auf ganz vielen verschiedenen Wegen möglich sein. Und manchmal nicht die, die ich mir für mich vorgestellt habe.

Doch genau auf diesen Wegen hilft uns unser Körper. Er sendet uns nämlich Signale, wie solche Wege aussehen können. Die sind ganz leise, du kannst es dir vorstellen. Aber sie sind da und du bist nicht alleine auf diesem Weg.

Was sind denn die leisen Signale, die Signale, die kommen, bevor die lauten kommen?

Diesem Thema widme ich mich im nächsten Blogartikel. Schau gerne wieder vorbei!


Lies gerne weiter auf meinem Blog, auf meinem Instagramaccount oder unter meinen Angeboten, wie du mit deinem Körperflüstern in Kontakt kommen kannst. Gänsehaut, ich sags dir😊!